Dass das Wunderwerk aus Australien lange kaum erhältlich war, bereinigt Eisenwald derzeit mit einer Wiederveröffentlichung und schafft damit Anlass, "Withering Illusions and Desolation" wieder ins Gespräch zu bringen.
Die gleichzeitig harmonischen als auch frostigen Melodien, hinterlegt mit einem hohen Kreischgesang im Stile von Silencer führen zu einer einzigartigen Stimmung, die von Dichte nur so strotzt. Der Klang ist dank des neuen Masterings noch deutlich mächtiger geworden als bei der Erstpressung und erinnert an Xasthur oder Nyktalgia. Auch wer Woods of Desolation kennt, bei denen beide Mitglieder von Austere mitgewirkt haben, weiss was zu erwarten ist. Hypnotisierende Repetition, kreieren Sorge und Trauer, fiese Harmonien fressen sich in die Gehirnwindungen, Dissonanz schafft Hoffnungslosigkeit: Austere zelebrieren die Schönheit der Melancholie.
Austere lieferten ein eindrückliches Beispiel dafür, wie depressiver Black Metal geht. Hätten sie nicht nach dem zweiten Album Schiffbruch erlitten, wären sie nicht nur musikalisch, sondern auch an Bekanntheit in den Thron der Teufelsmusik gestiegen. Leider hinkt ihre Bekannheit der Qualität derzeit noch immer weit hinterher. Zum Glück sind die Mitglieder verstummt nicht ohne bei anderen Truppen Spuren zu hinterlassen (Ill Omen, Nazxul, Temple Nightside, Autumn's Dawn, Blackened Angel, Germ, Ilium, etc.). So darf man entweder die Altwerke geniessen oder ihren Spuren folgen.
Albuminfo
Punkte |
5/5 |
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Label |
Eisenwald |
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Veröffentlichung |
5/2014 |
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Format |
CD |
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Land |
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Genre |
Black Metal |